Archäologische Funde beweisen, dass das Vogtland schon vor 1200 v. u. Z. besiedelt war, jedoch ist der Name Vogtland von den mittelalterlichen Herrschaftsgeschlechtern der Vögte von Weida, Gera und Plauen abgeleitet. Der Vogtstitel ist 1209 erstmals bezeugt.

Obwohl das Vogtland seit dem Mittelalter keine eigene verwaltungsmäßig definierte Einheit war, hat es sich doch aufgrund von Traditionen und der Pflege alten Brauchtums durch seine Bewohner über all die Jahrhunderte als regionale Einheit behauptet. Dies ist auch an der vogtländischen Mundart zu erkennen.

Die günstige Lage des Vogtlandes zu den Handelswegen des Mittelalters wirkte sich förderlich auf die Entwicklung seiner Industrie aus.

Die Anfänge der Textilherstellung in Plauen reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück. Seit dem 16. Jahrhundert werden Baumwollwaren hergestellt. Die Exponate gingen insbesondere nach Frankreich, in die Türkei und nach Rußland. 1740 erfolgte die erste Stickerei- und Spitzenanfertigung. Vom Stickereigewerbe kann ab 1780 gesprochen werden, jedoch mit der Entwicklung der maschinengestickten Tüll-, Luft- und Ätzspitze im Jahre 1880 wurden die Weichen für eine wirtschaftliche Blüte im Vogtland, insbesondere in der Stadt Plauen gestellt.
Die maschinell und damit preiswert hergestellte "Plauener Spitze" wurde zu einem Begriff und machte Plauen in aller Welt bekannt.

Die rasante Entwicklung Plauens wirkte sich auf das gesamte Vogtland aus. Städte wuchsen, weitere Industriezweige folgten in der Entwicklung, so z.B. der Textil-, Druck- und Werkzeugmaschinenbau, der Anlagen- und Fahrzeugbau und besonders die gesamte Textil- und Bekleidungsindustrie.
Alle Industriezweige sind heute noch im Vogtland ansässig.

Ein weiterer traditioneller Wirtschaftszweig hat sich im Oberen Vogtland entwickelt.
Der sogenannte "Musikwinkel" um Markneukirchen und Klingenthal ist durch seinen Musikinstrumentenbau, besonders aber durch die Anfertigung von Meisterinstrumenten weltberühmt geworden.

 
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